Betreten der Baustelle erwünscht – eine besondere Einweihung in Michelstadt

Am Sonntag, den 25. April 2021 haben wir mit einem Gottesdienst (gemäß AHA-Regeln) das Ende des ersten Bauabschnitts unseres neuen Gemeindezentrums am Stockheimer Ring in Michelstadt gefeiert. Grund dafür gab es genug – unzählige freiwillige Arbeitsstunden (die genaue Zahl kennt nur die Berufsgenossenschaft) vieler Leute: Kinder, Teens, Erwachsene und Rentner haben eine tolle Veränderung des Gebäudes bewirkt. Ein richtiges Generationenprojekt – und so soll auch das Haus weiter genutzt werden: z.B. für Ferienspiele und Kids Action Club, Teen und Jugend-Kreis, Schachclub und Impuls Café, Sitzungen und vor allem für Gottesdienste.

Kennen Sie das? Ein Freund baut gerade ein Eigenheim. Sie kommen nur kurz vorbei um etwas abzuholen, aber es braucht seine Zeit, weil der angehende Hausherr Ihnen jedes Detail seines Traumes zeigen und erklären möchte. So groß ist seine Freude, obwohl so vieles noch zu tun bleibt. Sönke Bewersdorff, der Gemeindeleiter, führte mit einer Vorher-Nachher Bilderreihe durchs Haus, und in Gedanken durch die mögliche Zukunft wie wir es nutzen können. Das neue Haus ist im Vergleich zum alten um ein Vielfaches größer. Dementsprechend möchten wir auch von Gott Großes erwarten. Wir wollen Träume Wirklichkeit werden lassen und uns von ihm gebrauchen lassen. Das Haus bietet ganz neue Möglichkeiten, das Motto des Liebenzeller Gemeinschaftsverbandes „Gemeinsam Glauben leben“ zu entfalten: „Wir wollen Menschen die frohe Botschaft von der Versöhnung zurufen. Und freuen uns, ja jubeln, wenn ein Mensch den Weg zu Gott findet.Dazu soll dieses Haus dienen.“

Das war auch die Meinung von Traugott Schlecht, der als Architekt dieses Projekt begleitet. Das (Um-) Bauen sei nur die eine Hälfte, das Bauen der Gemeinde die weitaus Wichtigere.

Damit es für den zweiten Bauabschnitt, den großen Gottesdienstsaal, ebenso gut weiter geht, wurden gleich die Weichen gestellt. Der bisherige Bauleiter, Helmut Bertsch, übergab den Bauhelm mit der Aufschrift „Bauleiter“ wie einen Staffelstab an Jürgen Meister weiter.

Die Predigt zur Feier kam von Matthias Lange unter dem Thema „Betreten der Baustelle erwünscht“. Unser „Gemeinde-Leben“ bleibt Baustelle. Und das ist gut so. Das Haus und das Leben müssen sich verändern. Häuser, die nicht bewohnt werden und sich nicht ändern, werden mit der Zeit unbewohnbar. In unserem Haus soll Gottesdienst gefeiert werden. Gott und uns, Nachbarn, Freunden und Fremden soll gedient werden. Und es soll gefeiert werden, jeden Sonntag und zwischendrin auch. Eben „Gottesdienst feiern.“

Deshalb suchen wir nach neuen Mitbenutzern für unser Hoffnungshaus, in dem wir Gottes Traum leben wollen. Wir möchten ein Ort sein und immer wieder neu werden, wo jeder sein Zuhause bei Gott finden kann. Egal woher er kommt und ganz gleich ob er im schicken Auto oder mit dem Rollator vorfährt.  

Mit dem neuen Haus beginnt ein neues Kapitel und das ist eine gute Überschrift: Unser Haus und unsere Gemeinde bleiben eine Baustelle! „Betreten der Baustelle erwünscht.“

Pastor René Bredow